Einfach nur Gold – Muss man dazu mehr sagen?

Gold ist ein Material, welches jeder kennt. Gold ist ein Gleichnis für Wert, Reichtum und Prestige. In jedem Märchen, welches unsere Eltern uns früher als Kind vorlasen, wurde mit Gold oder Silber bezahlt, wobei Gold immer den größten Wert besaß. Es ist unnötig, jemandem davon zu überzeugen, dass er mit Gold etwas Bleibendes, Sicheres und Solides besitzt.

Nichtsdestotrotz werden immer wieder Kritikerstimmen laut, die sich Argumente ausdenken, warum Gold als Anlageklasse wenig sinnvoll wäre. Diese sogenannten Fachleute vergleichen das Edelmetall mit Aktien, suchen sich natürlich Werte heraus, die sich besser entwickelten als die Goldpreisentwicklung und so weiter.

Aber welchen Wahrheitsgehalt haben solche Aussagen? Ist es denn schwierig, sich in der Vergangenheit Werte herauszusuchen, die besser rentierten? Kann man Gold eigentlich als klassische Kapitalanlage sehen oder dieses damit vergleichen?

Gold ist ein Element, ein Material, welches wertvoll und werthaltig ist. Es erwirtschaftet keine Dividenden und keine Zinsen wie übliche Kapitalanlagen und wenn man einen Goldbarren in den Safe legt, hat man ein Jahr später auch keine kleinen Kindergoldbarren im Tresor.

Aber ist das nicht hinlänglich bekannt? Was bringen denn solche Vergleiche? Gold ist ein Vermögensspeicher, nicht mehr und nicht weniger. Und als solcher hat es sich vielfach bewährt.

Wer heute für Papier-Euro oder Papier-US-Dollar Gold erwirbt und 30 Jahre liegen lässt, wird sein Gold nach jederzeit mit seinem Materialwert vorfinden. Aber wird es danach möglich sein, dieses Gold in Euro oder Dollar zurückzutauschen?

Die derzeitige Situation lässt das Gegenteil vermuten. Euro und Dollarstehen unter hohem Druck und sind mit „Intensivpatienten“ vergleichbar, die nur noch von der Herz-Lungen-Maschine am Leben erhalten werden und man sich weigert, die Maschine auszuschalten. Aber sei es drum. In der Vergangenheit gibt es zahlreiche Beispiele dafür, wie zum Beispiel Währungsreformen oder Hyperinflationen auf der gesamten Welt den Wert des vorherrschenden Geldes bis auf null vernichteten.

Und was passierte mit denen, die ihre Hoffnung auf Geld, Geldwerte und Wertpapiere setzten? Ihnen wurde nicht nur ihr Vermögen genommen, sondern manchmal auch vor Verzweiflung ihr Leben. Und wessen Vermögen wurden trotz solcher Krisen zum Teil fast unbeschadet geschützt?

Das waren Menschen, die Immobilien oder Edelmetalle besaßen, also echte Substanz. Könnte man einen derjenigen, die sich zum Beispiel mit Hilfe von Edelmetallen vor den finanziellen Auswirkungen dieser Krisen schützen konnten, heute befragen, ob es für ihn jemals ein Problem darstellte, dass z.B. Gold weder Zinsen noch Dividenden abwarf, was würde dieser wohl antworten?
Vermutlich wäre es ihm völlig egal, denn während um ihn herum alle anderen alles verloren, hatte er einen funktionierenden Vermögensschutz: Gold.

Kritiker argumentieren gegen Gold wegen des Kursrisikos, fehlender Erträge oder der kostenintensiven Lagerung. In Wirklichkeit bleibt nur die Lagerung als Gegenargument übrig. Dieses Problem kann man jedoch mit der kostengünstigen Lagerung ein einem Zollfreilager lösen, zumal dort oft auch ein anderer Rechtsraum gelten kann.

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Bildrechte: Michael Sielmon