Altgold richtig verkaufen – Darauf sollte man achten!

Altgold richtig verkaufen, ist keine Wissenschaft. In jedem Haushalt stößt man früher oder später auf Altgold. In der Regel ist es alter Schmuck, den man irgendwann mal geschenkt bekam, jedoch nie getragen hat, weil er einfach altmodisch war. Wohin damit? Soll man ihn aus sentimentalen Gründen behalten oder ist es sinnvoll, den Schmuck zu verkaufen. Altgold kann man heutzutage an jeder Ecke zu Geld machen. Doch wenn man einen fairen Preis erzielen möchte, wird die Auswahl schwieriger. Wer nicht aufpasst, dem unterlaufen beim Verkauf von Altgold Fehler, die richtig Geld kosten können. Einen fairen Preis für Altgold zu erhalten, ist leider nicht selbstverständlich.

Gold wird immer knapper. Die Förderquoten sind rückläufig, die Nachfrage nach dem wertvollen Metall steigt. Altgold wird somit immer bedeutender, wenn es um die Rückgewinnung von Gold und die Herstellung von Feingold geht. Zum Altgold zählt man Gegenstände aus echtem Gold, die für die Wiederverwertung geeignet sind. Dazu gehören beispielsweise Zahngold, Goldmedaillen oder alter Schmuck. Diese Stücke werden auf ihren Goldanteil getestet und eingeschmolzen. Dabei werden eventuell vorhandene andere Stoffe, die durch Legierung in den Dingen enthalten sind, vom Gold getrennt. Übrig bleibt dann reines Gold.

Was ist Altgold?

Goldbarren und handelsübliche Goldmünzen gehören nicht zum Altgold. Diese können in ihrem Originalzustand veräußert werden und erzielen oft höhere Erlöse. Meist zahlt ein echter Edelmetallhändler, mehr als ein reiner Ankäufer von Altgold.

Ankäufer für Altgold machen oft Werbung und stellen dabei gern hohe Ankaufpreise für den Altgoldankauf dar. Jedoch gilt dieser dargestellte Preis in der Regel nur für Feingold wie z.B. Goldmünzen oder -barren in kleiner Größe. Da in Goldschmuck oft andere Metalle vorhanden sind, können hier kaum Höchstpreise erzielt werden. Daher kann es sinnvoll sein, das Gold im Schmuck vorher von diesen Verunreinigungen trennen zu lassen und dann das verbliebene Feingold zu verkaufen.

Auf Kosten und Gebühren muss geachtet werden. Manche Ankäufer für Altgold rechnen den Erlös aus und berechnen dann Gebühren und Kosten. Beispielsweise kann die Mehrwertsteuer abgezogen werden. Das ist jedoch unüblich, da der Verkauf von Altgold durch Privatpersonen an einen Händler von der Mehrwertsteuer befreit ist.

Zustand bei Altgold ist egal

Es kommt auch vor, dass für defekten oder altmodischen Schmuck Abzüge berechnet werden. Selbstverständlich sind Alter, Zustand und Aussehen völlig irrelevant, da es beim Goldankauf lediglich um das Material und nicht den Zustand geht. Sämtliche Teile werden ohnehin eingeschmolzen.

Je kostenintensiver die Werbung, desto größer sind die Abschläge beim Altgold-Ankauf. Bei Goldankaufangeboten, die z. B. im Fernsehen beworben werden, sollte gut aufgepasst werden. Werbung kostet immer einiges an Geld und muss entsprechend finanziert werden. Werbespots, bekannte Gesichter und letztendlich die Werbezeit benötigen ein hohes Budget. Dementsprechend wird bei diesen Angeboten oft im Trüben gefischt. Die Zielgruppe wird motiviert seinen Goldschmuck einzusenden. Im Gegenzug erhält er einen Scheck oder eine Überweisung. Oft bekommt der Kunde jedoch nur einen Bruchteil des ihm zustehenden Verkaufserlöses. Zum Teil werden gerade mal zwischen 22% und 44% des tatsächlichen Goldwertes bezahlt.

Werbebanner mit der Aufschrift „Goldankauf“ findet man mittlerweile sogar an Paketshops, bei Optikern oder Lotto-Annahmestellen. Diese Ankäufer kooperieren meist mit einer großen Ankaufgruppe und sind selten ausreichend qualifiziert. Entsprechend ist der ausbezahlte Ankaufserlös meist sehr niedrig. Schließlich möchte jeder einzelne Händler in dieser Handelskette auch etwas an dem Ankaufgeschäft verdienen.

Augen auf beim Prozess

Es kommen auch Situationen vor mit manipulierten Waagen, die ein geringeres Gewicht anzeigen oder es kommt zu „verdecktem“ Wiegen an schwer oder gar nicht einsehbaren Plätzen. Es sollte stets eine Waage mit einem Siegel vom Eichamt im gleichen Raum verwendet werden.

Nicht ganz so seriöse Ankäufer bauen auch auf die Unwissenheit der Kunden. Es ist ratsam, wenn man sich vom Ankäufer genau erläutern lässt, wie sich der Preis ergibt. Wird die Auskunft verweigert oder sind die Auskünfte unpräzise, sollte man sich anderweitig umschauen.

Ein regulärer Preis liegt bei ca. 75-80% des tatsächlichen Goldwertes. Dieser ist bei seriösen Ankäufern problemlos erzielbar. Man muss diese Abschläge durch die Kosten für das Einschmelzen, Aufarbeiten und die Arbeit des Händlers in Kauf nehmen.

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